
Cob-Bauweise
Monolithisch, kreativ, langlebig – Lehm, Sand & Stroh als modernes Baumaterial.
Lehm, Sand und Stroh – direkt von Hand geformt
Cob ist eine Mischung aus lehmigem Unterboden, Sand, Wasser und Stroh, die direkt von Hand zu massiven, monolithischen Wänden geformt wird – Schicht für Schicht. Im deutschen Sprachgebrauch auch als Lehmwellerbau bekannt.
Die Wände lassen sich in nahezu jede Form bringen: runde Fenster, geschwungene Nischen, organische Grundrisse. Gleichzeitig speichern sie Wärme hervorragend und regulieren die Luftfeuchtigkeit auf natürliche Weise.

Warum Cob?
- Gestaltungsfreiheit: Rundungen, Nischen, Fenster – alles ist möglich
- Komplett diffusionsoffen – Wände "atmen"
- Hervorragende Wärmespeicherung – unterstützt das Kühlen im Sommer und das Wärmen im Winter (Batterieeffekt)
- Extrem langlebig – viele Häuser stehen seit Jahrhunderten
- Reparaturen einfach mit demselben Material
- Ökologisch: Keine Zement- oder Chemieanteile, alles kompostierbar

Von Devon bis Oregon
Cob gehört zu den ältesten Bautechniken der Menschheit – von Zentralasien bis nach Afrika. In Devon stehen noch heute 20.000 Cob-Häuser, viele davon über 100 Jahre alt.
Nach einem Rückgang während der Industrialisierung erlebt Cob heute eine Wiederbelebung. In Oregon entstand mit dem "Oregon Cob" eine moderne Weiterentwicklung, die zeigt, wie lebendig diese Technik geblieben ist.
Freihand oder mit Schalung
- Freihand-Cob: Klassisch, alles wird von Hand geformt – ideal für organische Formen und kreative Details.
- Schalungs-Cob: Cob wird schichtweise in eine Schalung eingebracht – für gerade Wände und effizientes Arbeiten.
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